Tipps zu Diplomarbeiten

Literatur

Es gibt viele Bücher zum Thema, empfehlen (gemeint ist dringend empfehlen) lässt sich besonders das Buch von Peter Rechenberg mit dem Titel Technisches Schreiben.

Allerdings mag Rechenberg in der Vermeidung englischer Ausdrück manch einem etwas zu weit gehen. Weiter unten finden sich Tipps, wie sich diese sprachlichen Schwierigkeiten mit weniger Aufwand und dennoch akzeptabel lösen lassen.

Durchauch auch brauchbar, allerdings ohne den technischen Bezug: Bastian Sick, Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod.

Häufige Fehler

Hier finden sich die amtlichen Regeln der Rechtschreibung.

Zusammensetzungen

Genitiv, Dativ,...

Stil

Tipps zu LaTeX

Leerzeichen

Ein Punkt mit folgendem Leerzeichen oder Zeilenende wird von TeX als Satzende interpretiert. Daher wird nach dem Punkt ein erhöhter Leerraum eingefügt. Leider gilt dies auch für Punkte, die lediglich Abkürzungen oder Aufzählungen kennzeichnen. Dort muss dieser Effekt also gezielt vermieden werden indem ein spezielles Leerzeichen eingesetzt wird: "\ " (Backslash gefolgt von einem Leerzeichen)

Die Tilde "~" hat den gleichen Effekt wie das Leerzeichen mit führendem Backslash, bindet aber die beiden Wörter, zwischen denen sie steht zusätzlich. Hierdurch ist es TeX nicht mehr möglich, dieses (starke) Leerzeichen durch einen Zeilenumbruch zu ersetzen. Anwendung findet die Tilde, wo der Lesefluss von einem Zeilenumbruch gestört wird. So etwas lässt sich also vermeiden: " in Abbildung
1 dargestellt".

Soll ein kleinerer Abstand als sonst üblich verwendet werden, z.B. zwischen einer Maßzahl und der zugehörigen Einheit, so kann ein "\thinspace" nützlich sein. Dieser lässt sich auch mit "\," abkürzen.

Wörter aus anderen Sprachen

Solche Wörter werden nach anderen Regeln getrennt. LaTeX muss mitgeteilt werden, aus welcher Sprache ein Wort stammt, sonst wird stets nach den Regeln der Hauptsprache getrennt.

Voraussetzung: Es wird das package babel verwendet. Im Vorspann steht also:

\usepackage[austrian, english]{babel}

Am praktischsten ist es, sich einen eigenen Befehl hierfür zu definieren:

% English text
\newcommand{\eg}[1]%
{\selectlanguage{english}#1\selectlanguage{austrian}
}

Danach werden englische Begriffe oder Satzteile so gekennzeichnet: "Kernpunkt ist die sogenannte \eg{notion of abstraction}".

Will man zusätzlich die oben angesprochene Kennzeichnung als fremdsprachliches Zitat, so lautet die Definition:

% English text italic
\newcommand{\eg}[1]%
{\selectlanguage{english}\textit{#1}\selectlanguage{austrian}}

Wenn etwas über den Zeilenrand hinausragt: Trennen in LaTeX

Dieses Problem ("Underfull \hbox...", "Overfull \hbox...") tritt zwar hauptsächlich bei zweispaltigem Satz auf, aber auch bei einer Spalte kommt man der Verzweiflung häufig schon nah genug. Bei geringen ästhetischen Ansprüchen helfen entsprechend tolerante Einstellungen der TeX-Satzmaschinerie:

\tolerance2000
\emergencystretch20pt

Zwar lässt sich die (Wort- und Buchstaben-)Toleranzgrenze von TeX praktisch beliebig nach oben schieben, aber schöner wird der Text hierdurch nicht gerade. Wann immer möglich, sollte man also Hilfestellungen beim Trennen von Wörtern geben um LaTeX die Arbeit zu erleichtern:

Trennungshilfen für deutschsprachige (austrian, german) Texte
\- Macht ein Wort ausschließlich an dieser Stelle trennbar.
"- Macht ein Wort zusätzlich an dieser Stelle trennbar.
"" Trennung ohne Trennungsstrich am Zeilenende
- Bindestrich kennzeichnet automatisch eine mögliche Trennstelle. Die mit Bindestrich gebundenen Wörter dürfen jedoch selbst nicht getrennt werden.
"~ Ein Bindestrich, der nicht zum Trennstrich werden darf. Die Trennung an dieser Stelle ist verboten. Beispiel: C-Programm
"= Ein Bindestrich, der zum Trennstrich werden darf. Die gebundenen Wörter sind ebenfalls trennbar.
"ck Wird getrennt als k-k.
-- Weder ein Trenn- noch ein Binde- sondern ein Gedankenstrich, der erheblich länger ausfällt als Trenn-, Binde- und Ergänzungsstriche.

Besonders resistent gegen die Trennung sind Internet-URLs. Zu deren Einbindung verwendet man am besten den Befehl

\url{http://www.....}

der aber nur verwendbar ist, wenn zu Beginn das entsprechende Package geladen wird:

\usepackage{url}

Die Trennung erfolgt nun nach den Sonderzeichen (z.B. "/") innerhalb des URL.

 

Stand: 15 März, 2006 9:29