Praxissemester (7. Semester)

Wie kommt man an Firmen heran?

Vermittlung

Im Sekretariat kann man erfahren, zu welchen Firmen der Studiengang besonders gute Kontakte pflegt und wer weiterhelfen kann.

Auf Grund unserer Teamgröße konnten wir noch nicht zu allen Firmen einen Kontakt aufbauen, die im Bereich des HSSE-Studiums von Interesse wären. Unter anderem sind vermutlich folgende Firmen für HSSE-Studierende attraktiv, stehen aber noch nicht in Kooperation mit dem Studiengang:

Fragen kostet nichts, aber wo finden sich die richtigen Firmenadressen?

Das Land Oberösterreich unterhält eine öffentlich zugängliche Datenbank names Top500 in der die 500 "führenden" Unternehmen des Landes verzeichnet sind.

Die Oberösterreichischen Nachrichten geben ein Wirtschaftjournal Namens Top250 heraus.

Steiermark: TopOfStyria

Mich interessiert ein bestimmtes Thema. Wie finde ich die passende Firma?

Newsgroups

Passende Gruppen finden Sie beispielsweise hier.

WWW

Google hilft auch hier weiter.

Messen

Messen sind eine gute Gelegenheit um Firmen kennenzulernen.

Einige empfehlenswerte Messen: Electronica, München; Embedded World, Nürnberg;

Beschränken Sie Ihre Auswahl aber nicht von vornherein auf Elektronik- oder Softwarefachmessen. Auch Anwender von Elektronik und Softwarekompetenz bieten interessante Praktikumsplätze. Wenn Sie sich für den Audio- oder Bühnentechnikbereich interessieren, sind Sie beispielsweise auf der Musikmesse in Frankfurt richtig (Gehörschutz mitnehmen!). Steuerungs- und Regelungstechnik wird in hohem Maße im Maschinenbau eingestetzt. Die entsprechenden Firmen werden sie also kaum auf der Electronica finden. Der Bereich Luft- und Raumfahrt hat seine Messe traditionell in Berlin (Internationale Luftfahrtausstellung - ILA).

Beim Besuch von Messen nie in der Gruppe auftreten! Firmen suchen keine Gruppen, jedenfalls in den seltensten Fällen. Wenn man in einer Gruppe zu einer Messe fährt, kann man sich ein paarmal auf einen Kaffe treffen (obwohl der Kaffee auf Messen meist schlecht und teuer ist). Also besser allein all diejenigen Firmen aufsuchen, die man im Vorfeld (Messekatalog, Ausstellerverzeichnis im WWW) ausgewählt hat. Bei diesen Firmen gezielt auftreten. Die Firma will auf der Messe etwas verkaufen, darum geht es aber in diesem Fall nicht. Das gilt es zu klären. Im nächsten Schritt sollte man ausfindig machen, mit wem am Messestand es sich zu reden lohnt (z.B. Vertreter der technischen Abteilungen) und versuchen ins Gespräch zu kommen. Meist sind diese Leute dann froh darüber, dass sie mit Ihnen keine Verkaufsgespräch halten müssen, sondern einfach eine Unterhaltung über ein interessantes Thema führen können.

Drucken Sie sich eigene Visitenkarten mit ihrem Namen und ihrer Adresse. Natürlich gehört auch ihre e-mail-Adresse und die Telefonnummer auf die Karte. Falls sie eine homepage haben, auch deren Adresse. Da sie noch in der Ausbildung stehen und vermutlich nicht für eine Firma auftreten, haben Sie auf der Karte normalerweise auch keine Berufsbezeichnung und daher auch keinen Hinweis darauf, dass Sie derzeit studieren. Wenn Sie den österreichischen Titel "Ingenieur" besitzen, seien Sie sich bewusst, dass man schon in Deutschland hiermit nichts anzufangen weiß, von Ländern wie Frankreich oder Italien ganz zu schweigen. Dieser Titel würde zwangsläufig mit dem Dipl.-Ing. verwechselt, was zu Ihren Aussagen im Gespräch ("ich studiere an der FH-Hagenberg") natürlich nicht passt. Erwähnen Sie eine HTL-Ausbildung also einfach im Gespräch. Verzichten Sie auf eine verspielte Aufmachung ihrer Visitenkarte, besonders auf eher merkwürdig anmutenden Dinge, wie ein persönliches Logo oder dergleichen. Visitenkarten haben das Format 8,5 cm x 5 cm. Wenn Sie hiervon abweichen, passt Ihre Karte nicht in die gängigen Sortiersysteme. Bedrucken Sie die Karte nur einseitig, damit die Rückseite für knappe Gesprächsnotizen zur Verfügung steht.

Wenn Sie ihrem Gesprächspartner oder der Gesprächspartnerin eine Visitenkarte überreichen, dann wird dies stets als Aufforderung verstanden, dass auch Sie eine Karte von ihrem Gegenüber erwarten. Daher sollten sie Ihre Visitenkarte erst dann weitergeben, wenn das Gespräch bereits läuft und wenn Sie wirklich Interesse haben. Sollten Sie im Gespräch mit mehreren Personen sein, so geben Sie bei dieser Gelegenheit natürlich allen Beteiligten eine Karte, auch dann wenn Beteiligte dabei sein sollten, die eigentlich ziemlich unbeteiligt sind.

Nicht als Jäger und Sammler von Werbegeschenken über das Messegelände streifen. Die spähenden Blicke, die sie auf Grund dieser Einstellung zwangsläufig auf die Messestände werfen, bleiben den Firmenvertretern kaum verborgen. Übrigens geben die meisten Firmen zwei Klassen von Geschenken heraus: billige und weniger billige. Nach einem persönlichen Gespräch wird man ihnen möglicherweise ein Geschenk der zweiten Kategorie überreichen. Sie dürfen dies dann so verstehen, wie es ist: Es besteht Interesse an Ihnen. Leider sind aber auch diese Geschenke meist nicht recht brauchbar, Regenschirme sollten Sie trozdem in jedem Fall annehmen! Selbst die billigsten lassen sich hervorragend in Cafes, Museen und degleichen vergessen.

Bewerbung

Den Kontakt zu einer Firma von innen heraus herstellen ist stets der direktere Weg. Die Personalabteilung ist häufig eine ungeeignete Anlaufstelle. Dies gilt vor allem bei goßen Firmen und Konzernen. Besser ist es meist, direkt in der gewünschten Abteilung den Wunsch zu erzeugen, den Bewerber oder die Bewerberin im Rahmen eines Praktikums nähe kennenzulernen. Wenn dies erst einmal geschafft ist, wird der Weg durch die Personalabteilung meist zur reinen Formsache.

Bewerbung: Kein Serienbrief! Wenn Sie an einer bestimmten Firma interessiert sind, dann muss man dies dort auch spüren.

Bei der Kommunikation mit Firmen ebenso wie mit Behörden nie vergessen: Sie wenden sich an Menschen, nicht an eine Sachbearbeitungsmaschine. Ebenso werden innerhalb der Behörde oder Firma alle Entscheidungen von Menschen getroffen, nicht von Maschinen (dies bleibt jedenfalls zu hoffen).